Evangelische Pfarrgemeinde Attersee – Zeitleiste

 

historisch

Attersee

Geschehen

1781

 

Toleranz-Patent Kaiser Josef II. – erlaubt eingeschränkte Religionsausübung f. „Akatholische“

 

1789

evangelische Schule in Zell – Holzbau; Grund, Material, Arbeit gespendet,

Lehrer Johann Gottlieb Wäber (bis 1822), „Vater der Gemeinde“ – unermüdlich f. Gemeinde

 

1805

Bitte um Erlaubnis z. Errichtung einer Filialkirche in Zell wird v. d. k.-k. Behörden abgelehnt

1809

 

Friede von Schönbrunn – Gebiete westl. der Ager französisch,

1810

 

dann zu Bayern – Salzachkreis (= Salzburg)

 

ca. 1810

kathol. Nebenkirche in Attersee für Evangelische zur Nutzung

 

1812

Kirche im Besitz der Gemeinde

 

1813

15. 3. – Gründungsurkunde der Evang. Pastorates Attersee – Max I. Josef v. Bayern

 

 

21. 11. = 4. Advent – Antritts-Predigt von Pfarrer Johann Adam Leydel

1815

 

Wiener Kongress – Neuordnung der Gebiete

 

1816

Gebiet wieder bei Habsburg-Österreich, wieder Gang nach Rutzenmoos zum Gottesdienst;

Verzeichnis: 28 Orte, 330 Seelen, 3 (Unterbuchberg) – 7 Std. (Innerschwand) Gehzeit

Pfr. Leydel geht nach Bayern zurück(Dekanat Erlangen);

r.-k. Pfr. von St. Georgen verlangt Schlüssel d. Kirche – Lehrer Wäber verweigert Herausgabe

 

1819

4. 11. – obwohl erforderliche Seelenzahl unter 500, wieder Pastorat Attersee

 

1820

4 Familien am Attersee-Ostufer zu Attersee; „bald danach“ 1 Familie in Genstetten

 

1821

Feb. – Gottfried Glandschek neuer Pfarrer bis 1822

 

 

ständige Bestrebungen, Sitz n. Zell zu verlegen, Kirche soll an Katholiken zurück - Widerstand

 

1822

Tod von Lehrer Wäber, neuer Lehrer Matthias Fettinger – bis 1873 (51 J.!)

 

1823

Pfarrer Johann Ferdinand Atzendorfer bis 1829

 

1829

Pfarrer Johann Carl Ludwig Overbeck – bis 1864

 

1829

Neubau Schule in Zell – Erdgeschoss in Stein

 

1830

ca. – baufälliger Dachreiter abgetragen (Glocken schon seit 1816 weg)

 

1832

Kauf Pfarrhaus (Vertrag endgültig 1836 abgeschlossen) inkl. Seegrund

 

1833

30. 3. kaiserl. Entschließung: Gemeindesitz soll nach Zell verlegt werden, Kirche müsste von den Katholiken zurückgekauft werden (ohne Belastung eines öffentlichen Fonds) – nicht möglich, daher Kirche endgültig evangelisch

 

1835

Pfr. Overbeck mit Betreuung der Salzburger Evangelischen betraut; auch ndl. Fmkt. bis Braunau

 

1837

Fertigstellung d. Bauarbeiten am Pfarrhaus in Neustift; Pfarrfamilie einzige Evang. in Attersee

 

1840

Vortragekreuz von Salzburger Evangelischen geschenkt

1849

 

Recht für Evangelische auf öffentlichen Gottesdienst (= Kirchtürme!)

 

1854

Turmbau und Kirchenerweiterung; 19. 8. Kreuzerhöhung

 

1855

Glockenweihe – 3 Gussstahlglocken aus Bochum

 

1860

wieder Zuwendungen aus Staatsmitteln für Schule und Gemeinde (gab es 1813 – 1816  von Bayern)

1861

 

Protestanten-Patent von Kaiser Franz Josef I, relative rechtl. Gleichstellung m. röm.-kath. Kirche

 

1863

Gründung der Gemeinde Salzburg, Braunau von Sbg. betreut;

 

1863

J. Carl L. Overbeck wird Senior des Oberländer-Seniorats

 

1864

Pfarrer August Hermann Kotschy – bis 1889

 

1865

Bau einer neuen Orgel (ersetzt die vermutlich um 1815 gekaufte)

 

1873

Lehrer Rudolf Egli

 

1875

2 Glasfenster von Fam. Schmidt, 2 Glasfenster v. Familie Paulik (Villenbesitzer in Seewalchen)

 

1877

Lehrer J. Gottlieb

 

1882

Lehrer Matthias Dopplinger

 

1883

zum Luther-Jubiläum: Schriftband am Triumphbogen (Des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit)

 

1886

dritter Neubau der Schule in Zell

 

 

Mathias Neubacher aus Buchort – Chinamission; 1938 – 1948 Betreuung v. Schwanenstadt

 

1889

Pfarrer Oskar Lukacs – bis 1899

 

1892

Bootshaus beim Pfarrhaus

 

1896

Bau d. Gemeindehauses – Kurator Gottfried Neubacher, Thern – für Gemeinde-Einkünfte

 

1896

Anbau der neugotischen Familiengruft Schmidt

 

1900

Pfarrer Ernst August Koch

 

1900

Lehrer Friedrich Fettinger

 

1900

Kurator Carl Müllner, St. Georgen

 

1900

Altartisch, 3-teiliger Flügelaufsatz; rechts neue Kanzel, Speisgitter  – Spenden d. Fam. Schmidt

 

1901

Lehrer Rudolf Müller

 

1902

Lehrer Karl Hochhauser

 

1907

Lehrer Engelbert Moser

 

1911

12. Feb. – Kauf Fromingerhaus (Küsterhaus) auf Umweg über Kurator Carl Müllner (direkt an Gmd. nicht gewollt); mit kleiner Landwirtschaft f. Küster; heute noch Gründe im Öhnmoos und am Buchberg

1914

 

1. Weltkrieg

 

1914

Lehrer Moser im Krieg vermisst, Schule vorübergehend geschlossen

 

1923

Lehrer Leopold Ricek

 

1925

endgültige Schließung der Schule Zell; Fam. Ricek bleibt in Wohnung

 

1925

Holzstadel auf Fromingerwiese (Buchberg, heute mit Bäumen versetzt)

 

1930

Predigtstelle Meierhaus Kammer; 1937 Predigtstation

 

1936

Amtsantritt Pfarrer Traidl, Fam. Koch zieht in 1. Stock des Gemeindehauses

 

1936

Ende Amtszeit Kurator Carl Müllner

1938

 

Okkupation Österreichs

1939

 

2. Weltkrieg

 

1939

ab. Sep. Kriegseinsatz von Pfr. Traidl, Altpfarrer Koch Stellvertreter

 

1940

Hans Eder aus Buch 1. Bischof in Österreich (1915 Feldkurat, 1918 Pfr. in Gosau, 1930 Senior, 1936 – 1940 Superintendent, 1938 Oberkirchenrat); verhinderte Beschlagnahmung v. Gallneukirchen

1945

 

Ende 2. Weltkrieg

 

1945

Zuzug vieler Flüchtlinge, bes. Rosenau, Mondsee, Frankenmarkt, Freudenthal, Thalham; Erdhütten in Unterbuchberg u. Abtsdorf; Zahl d. Gemeindeglieder verfünffacht (450 – 2200!)

 

1945

Predigtstellen in Mondsee, Unterach, Steinbach, Oberhofen, Weißenkirchen, Weyregg, Lungenheilstätte Thalham

 

1945

Herbst, Pfarrer Peter Weiland Administrator u. Gehilfe, Flüchtling aus Engerau (bis 1947)

 

1945

Herbst, Pfarrlehrer Mathias Schuster (Weilau) Mitarbeiter in Kammer; im Gebiet Mondsee Matthias Merkle, in Vöcklamarkt, Frankenmarkt, Weißenkirchen Karl Riemer und Johann Wallner

 

1947

Rückkehr v. Pfr. Traidl aus russischer Kriegsgefangenschaft, Pfr. Weiland nach Rottenmann

 

1947

16. 11. Pfarrlehrer Hans Schlecht Hilfspfarrer (Flüchtling aus Botsch); gründet Kirchenchor

 

1951

1. 1. Tochtergemeinde Mondsee mit Predigtstellen Oberhofen, Unterach, Steinbach

 

1951

Friedrich Oberleitner übernimmt Kirchenchor

 

1953

Pfarrer Reinisch

 

1954

Gründung Gemeinde Lenzing-Kammer

1961

 

Protestanten-Gesetz, Evang. Kirche – Körperschaft öffentl. Rechts, völlige Gleichstellg. m. r.-k. Kirche

 

1961

Beginn Organisten-Tätigkeit von Irmgard Schweiger

 

1966

Pfarrer Hans Jörg Eichmeyer, Pfarrerwohnung im Gemeindehaus

 

1969

Kurator Gottfried Neubacher, Neuhofen

 

1973

Neubau Orgel (Schleifladenorgel) durch Orgelbaumeister Gerhard Schmid, Kaufbeuren

 

1973

2. Juli – Ankauf Grundstück für Gemeindezentrum in Mondsee

 

1974

Pfarrer Siegfried Oberlerchner

 

1976

Fertigstellung und Segnung Gemeindezentrum Mondsee (vorher Gottesdienste in Hilfbergkirche)

 

1977

März – 1. Gemeindebrief

 

1978

Neubau Orgelempore

 

1979

neuer Balkon beim Gemeindehaus

 

1980

Altarraum-Renovierung mit Grabung (Fund eines ca. 1610 bestatteten protestant. Predigers mit Resten e. Gesang-/Gebetsbuches u. e. Taschensonnenuhr), Verlegung Altar u. Kanzel, Boden neu

 

1981

Abschluss, Renovierung Fresken, Toleranzjubiläums-Medaillon

 

1986

Übergabe der Chorleitung an Betty Trobisch

 

1987

Orgelweihe in Mondsee

 

1988

Aug. – Diebstahl unserer Altarbibel

 

1989

Neubau Bootshütte beim Pfarrhaus

 

1989

Renovierung Gruft

 

1989

1. Bach-Orgelkonzert von Ingrid Keplinger

 

1990

Trockenlegungsarbeiten an Gruft und Kirche

 

1990

Kauf Volksbank-Gebäude Schustergasse 1 für Gemeindezentrum

 

1990

Verkauf Waldgrund am Buchberg (Rutschhang) und Seegrund zur Finanzierung

 

1991

Anfang –Gottfried Wimmer, Chorleiter von Rutzenmoos, übernimmt Kirchenchor

 

1991

Friedhofsmauer-Renovierung

 

1992

Turmrenovierung mit Erneuerung des Turmkreuzes, 9. Aug. Turmkreuzsteckung

 

1994

Außenrenovierung Gruft

 

1995

Herausgabe Broschüre über Pfarrer Ernst August Koch

 

1995

1. Adventsonntag – Einführung neues Gesangbuch

 

1996

Abschluss Innenrenovierung Gruft

 

1996

Apr. – Rücktritt Kurator Gottfried Neubacher; E. H. Hamader übernimmt bis 2000

 

1996

Umbau Gemeindezentrum – bis 1998

 

1997

Juli – Ende Kirchenchor

 

1998

Juni – Verkauf der Schule in Zell

 

1998

Kirchen-Innenrenovierung mit Kirchengrabung

 

2000

Kurator Ludwig Schwarzgruber

 

2000

Kirchen-Außenrenovierung

 

2001

Bauarbeiten beim Pfarrhaus

 

2005

Dez. – Kurator Norbert Fleischmann

 

2008

Luster in der Gruft

 

2011

Grundverkauf beim Pfarrhaus

 

2012

Abschluss Umbau des Gemeindezentrums

 

2012

Sep. – Gabi Neubacher neue Pfarrerin

 

2012

Abschluss Renovierung Pfarrhaus, Vermietung an Werk für E+G

 

2013

Juni – 200-Jahr-Feier mit Ausstellung im Heimathaus

 

 

 

 

Gemeindegebiet 1854:

engeres Gebiet: 67 Häuser verstreut auf 12 kathol. Pfarren (91 Familien, 85 rein evang., 6 gemischt);

rund um den Attersee und Mondsee, der Attergau bis zur Reichsstraße (Bundesstraße 1), ganz Frankenmarkt, das ganze Mondseeland inklusive Zellerseegebiet bis Oberhofen;

äußeres Gemeindegebiet: Bezirksgerichte Thalgau, Salzburg, Mattsee, Weitwörth (heute Gemeinde Nußdorf am Haunsberg), Neumarkt, Mauerkirchen, Mattighofen, Braunau.

Nach Westen praktisch keine Grenze (kaum Evangelische).

 

Gemeindegebiet 1950:

ohne Salzburger Gebiete, Braunau, Mauerkirchen und Mattighofen

Predigtstation Kammer; Predigtstellen in Mondsee, Unterach, Steinbach, Oberhofen, Weißenkirchen, Weyregg, Lungenheilstätte Thalham;

 

Gemeindegebiet heute:

Muttergemeinde Attersee – 725 Gemeindeglieder, ca. 200 km2:

Gemeinden Attersee, Berg, Nußdorf, St. Georgen i. A., von Seewalchen Haining, Buchberg, Litzlberg, Steinbach ndl. des Steinbachs, Straß, von Unterach Kratzesberg und Stockwinkl, Weißenkirchen, Weyregg,

Tochtergemeinde Mondsee mit Predigtstation Unterach – 407 Gemeindeglieder, ca. 280 km2:

Innerschwand, Mondsee, Oberhofen, Oberwang, St. Lorenz, Steinbach sdl. des Steinbachs, Tiefgraben, Unterach (ohne Kratzesberg und Stockwinkl), Zell/Moos, Ober- und Unterburgau.

Gemeindeglieder gesamt: 1132; Fläche gesamt: über 480 km2

 

Termine

  • jeden Freitag 15:00,
    GZ Attersee
    Jungschar
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  • jeden Freitag 18:30,
    GZ Attersee
    Jugendkreis
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